Geschichte 1

Deutschordensritter

 

Kirche und Stift erlangten bald eine grosse Bedeutung:
Eine Zeitlang umfasste das Dekanat Köniz, Teil des Bistums Lausanne, sämtliche Kirchen westlich der Aare von ihrem Ursprung (Grimsel) bis nach Mühleberg, ferner diejenigen östlich der Saane und im Simmental bis an die Hochalpen.

Der Zankapfel „Chünitz“
Im Jahr 1226 übergab der deutsche Kaiser Friedrich II. den Chorherrenstift Köniz inklusive aller Besitzungen dem Deutschen Orden, der nach dem 3. Kreuzzug in Akko zum Schutz und zur Pflege der Pilger gegründet worden war. Wie andere kaiserliche Schenkungen und Privilegien erfolgte auch diese nicht ganz uneigennützig: Die Ordensritter – dem Kaiser loyal ergeben – verstanden sich darauf, die Grenzen des Reiches zu sichern oder zu erweitern, sei es gegen „Heiden“ oder gegen die Gelüste von regionalen Fürsten, wie im Fall von Bern/Köniz die Grafen von Kiburg und Savoyen.

Die Augustiner Chorherren liessen sich dies freilich nicht einfach so gefallen; der Papst stellte sich auf ihre Seite, und es entspann sich ein längeres Tauziehen um „Chünitz“, bis durch den Schiedsspruch eines geistlichen Gerichts vom 31. Mai 1243 das Stift endgültig in den Besitz des Deutschen Ordens gelangte.

Weiter zu:

Eine "Ritterburg" in Köniz (Geschichte 2)
Wechselvolles Geschick (Geschichte 3)

 

 

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